Wenn du ein neues Heizsystem für dein Zuhause, dein Büro, das Badezimmer, den Hobbyraum, die Garage oder ein Ferienhaus suchst, stößt du wahrscheinlich auf zwei sehr unterschiedliche Lösungen: Infrarotheizungen und Pelletöfen.
Infrarotheizungen sind elektrisch, schlank, einfach zu installieren und werden häufig als punktuelle oder zusätzliche Wärmequelle eingesetzt. Pelletöfen hingegen verbrennen Holzpellets, benötigen einen geeigneten Rauchabzug oder Schornsteinanschluss, können dafür aber größere Räume mit einer kontinuierlichen und traditionellen Wärme versorgen.
In diesem Artikel vergleichen wir beide Technologien praxisnah, ohne zwingend einen Gewinner festzulegen. Die beste Wahl hängt davon ab, wie du dein Zuhause nutzt, wie viel Fläche du beheizen möchtest, wie gut dein Gebäude gedämmt ist, welches Anfangsbudget du hast und welche laufenden Kosten du akzeptieren möchtest.
Für den technischen Teil zu Pelletöfen haben wir die Experten von PELLETÖFEN ITALIA konsultiert, einem italienischen Unternehmen, das auf die Herstellung und den Online-Verkauf von Pelletöfen spezialisiert ist.
Was sind Infrarotheizungen?
Infrarotheizungen sind elektrische Heizsysteme, die Wärme durch Infrarotstrahlung erzeugen. Anders als klassische Heizkörper, die vor allem die Luft erwärmen, erhitzt eine Infrarotheizung direkt Oberflächen, Gegenstände und Personen im Raum.
Im analysierten Text werden verschiedene Beispiele für Infrarotheizungen und Infrarotpaneele genannt, darunter Modelle von Heidenfeld, Könighaus, Heimwert, Klarstein, Marmony, Trotec, Vasner, Redwell und weiteren spezialisierten Marken.
Es gibt viele Varianten: Wandpaneele, Deckenpaneele, mobile Modelle, Heizungen mit Thermostat, smarte Versionen mit App-Steuerung, Spiegelheizungen, Bildheizungen, Badheizungen, Infrarotstrahler für Terrassen sowie dekorative Lösungen aus Glas, Marmor oder mit Rahmen.
Das wichtigste Merkmal ist die einfache Nutzung. In vielen Fällen brauchst du nur eine Steckdose und eine geeignete Fläche für die Montage. Dadurch sind Infrarotheizungen besonders interessant, wenn du eine schnelle Lösung ohne aufwendige Bauarbeiten suchst.
Was sind Pelletöfen?
Pelletöfen sind Wärmeerzeuger, die mit Holzpellets betrieben werden. Pellets bestehen aus gepressten Holzspänen und Holzresten. Sie werden in einen integrierten Vorratsbehälter gefüllt und automatisch in die Brennkammer dosiert.
Im Vergleich zu einer Infrarotheizung ist ein Pelletofen ein komplexeres Heizsystem. Er erwärmt nicht nur eine bestimmte Zone, sondern kann einen Raum, einen Wohnbereich oder, bei kanalisierten und wasserführenden Modellen, auch mehrere Räume oder das Heizwasser unterstützen.
In der Regel benötigt ein Pelletofen:
- eine Installation durch qualifiziertes Fachpersonal;
- einen normgerechten Rauchabzug;
- eine Steckdose für Elektronik, Förderschnecke und Gebläse;
- eine regelmäßige Reinigung von Brennschale und Aschekasten;
- eine jährliche Wartung.
Der Vorteil liegt darin, dass ein korrekt installierter Pelletofen zu einer Haupt- oder wichtigen Zusatzheizung werden kann, insbesondere in Wohnungen oder Häusern, in denen reines elektrisches Heizen zu teuer wäre.
Infrarotheizung vs. Pelletofen: der schnelle Vergleich
| Eigenschaft | Infrarotheizungen | Pelletöfen |
|---|---|---|
| Energiequelle | Strom | Holzpellets + Strom für den Betrieb |
| Installation | Einfach, oft ohne bauliche Eingriffe | Komplexer, benötigt einen geeigneten Rauchabzug |
| Wartung | Minimal | Regelmäßig, mit Reinigung und technischer Wartung |
| Wärmeart | Strahlungswärme, direkt und punktuell | Konvektions- und Strahlungswärme, stärker im Raum verteilt |
| Idealer Einsatz | Bestimmte Zonen, kleine Räume, Badezimmer, Büros, Zusatzheizung | Mittelgroße bis große Räume, längere Nutzung, Wohnbereiche, Häuser |
| Anschaffungskosten | Meist niedrig bis mittel | Meist höher |
| Betriebskosten | Abhängig vom Strompreis | Abhängig vom Pelletpreis und Wirkungsgrad des Ofens |
| Design | Sehr flexibel: Paneele, Spiegel, Bilder, Glas, Decke | Eher klassischer Ofencharakter mit starker optischer Präsenz |
| Autonomie | Funktioniert, solange Strom verfügbar ist | Abhängig von der Größe des Pelletbehälters |
| Auswirkung auf den Wohnraum | Keine Verbrennung im Raum | Kontrollierte Verbrennung mit Asche und abzuführenden Rauchgasen |
Vorteile von Infrarotheizungen
1. Einfache und schnelle Installation
Einer der größten Vorteile von Infrarotheizungen ist die einfache Installation. Viele Modelle können an der Wand, an der Decke oder mobil mit Standfüßen genutzt werden. In vielen Fällen brauchst du keinen Schornstein, keine Rohrleitungen, keinen Heizkessel und keine aufwendigen Eingriffe.
2. Geringe Anschaffungskosten
Im Vergleich zu einem Pelletofen ist ein Infrarotpaneel häufig günstiger in der Anschaffung. Im Ausgangstext werden Produkte mit unterschiedlichen Leistungen und Preisklassen genannt, darunter auch kompakte elektrische Modelle unter 100 Euro. Natürlich hängt der Preis von Marke, Leistung, Design, Thermostat, smarter Steuerung und Verarbeitungsqualität ab.
3. Direkte und angenehme Wärme
Infrarottechnologie erzeugt eine direkte Wärme, die oft mit Sonnenstrahlen verglichen wird. Sie erwärmt nicht nur die Luft, sondern auch Oberflächen, Wände, Böden, Möbel und Personen. Dadurch kann der empfundene Komfort sehr schnell eintreten, vor allem wenn du dich im Wirkungsbereich des Paneels befindest.
4. Ideal für punktuelles Heizen
Wenn du nur einen Arbeitsplatz, ein Badezimmer, ein selten genutztes Zimmer, eine Entspannungszone oder einen kleinen Bereich beheizen möchtest, kann Infrarot sehr praktisch sein. Du musst nicht die ganze Wohnung aufheizen, wenn du nur an einer bestimmten Stelle Wärme brauchst.
5. Keine Verbrennung und wenig Wartung
Eine elektrische Infrarotheizung produziert keine Asche, verbrennt keinen Brennstoff und erfordert keine Lagerung von Pellets oder Holz. Auch die Wartung ist minimal: In der Regel genügt es, die Oberfläche sauber zu halten und das Gerät gemäß Herstellerangaben zu verwenden.
6. Große ästhetische Auswahl
Infrarotheizungen können auch ein Gestaltungselement sein. Es gibt minimalistische weiße Paneele, Bildheizungen, Spiegelheizungen für das Badezimmer, Glasmodelle, Deckenpaneele, gerahmte Varianten und mobile Lösungen. Wenn du eine dezente und gut integrierbare Heizung suchst, bietet diese Technologie viele Möglichkeiten.
Nachteile von Infrarotheizungen
1. Sie hängen vollständig vom Strom ab
Der wichtigste Nachteil von Infrarotheizungen sind die Stromkosten. Wenn du sie viele Stunden am Tag als einziges Heizsystem nutzt, vor allem in großen oder schlecht gedämmten Räumen, kann sich das deutlich auf die Stromrechnung auswirken.
2. Nicht immer als Hauptheizung geeignet
In einem sehr gut gedämmten Haus, eventuell mit Photovoltaikanlage und intelligenter Verbrauchssteuerung, kann Infrarot auch für mehrere Räume interessant sein. In einem älteren, schlecht isolierten oder großen Gebäude ist diese Lösung dagegen oft eher als Ergänzung und nicht als alleinige Wärmequelle geeignet.
3. Die Positionierung ist entscheidend
Ein Infrarotpaneel funktioniert gut, wenn es richtig platziert ist. Wird es hinter Hindernissen, zu weit entfernt vom gewünschten Bereich oder an einer ungünstigen Stelle montiert, kann der Komfort deutlich sinken. Möbel, Wände und Raumaufteilung beeinflussen die wahrgenommene Leistung stark.
4. Die Leistung muss sorgfältig dimensioniert werden
Im Ausgangstext wird als grober Richtwert ein Bedarf von etwa 50 bis 60 Watt pro Quadratmeter genannt. Das ist jedoch nur eine Orientierung. Die richtige Leistung hängt von Dämmung, Deckenhöhe, gewünschter Temperatur, Ausrichtung, Außenwänden und Nutzung des Raumes ab.
Vorteile von Pelletöfen
1. Gute Heizleistung für mittelgroße und große Räume
Ein Pelletofen ist dafür gedacht, kontinuierlich Wärme zu erzeugen. Wenn du einen Wohnbereich, ein offenes Raumkonzept, ein Landhaus, einen Hobbyraum oder mehrere miteinander verbundene Räume beheizen möchtest, kann er besser geeignet sein als ein einzelnes elektrisches Paneel.
2. Betrieb mit Brennstoff
Anders als eine Infrarotheizung wandelt ein Pelletofen nicht direkt Strom in Wärme um. Er nutzt Pellets als Hauptbrennstoff, während Strom nur für Bauteile wie Steuerung, Gebläse, Zündung und Förderschnecke benötigt wird. Das kann interessant sein, wenn du deine Abhängigkeit vom reinen Stromverbrauch reduzieren möchtest.
3. Intensive Wärme und wohnliche Atmosphäre
Ein Pelletofen bietet ein Wärmegefühl, das stärker an einen klassischen Ofen erinnert. Die sichtbare Flamme, die progressive Wärmeabgabe und die Verteilung im Raum schaffen eine besonders behagliche Atmosphäre, vor allem im Wohnbereich.
4. Programmierung und automatische Steuerung
Viele moderne Pelletöfen ermöglichen Zeitprogrammierung, Leistungsregelung, Temperatursteuerung und teilweise Fernbedienung. So kannst du die Einschaltung vor deiner Rückkehr nach Hause planen oder den Betrieb an deine täglichen Gewohnheiten anpassen.
5. Kanalisierte und wasserführende Modelle
Es gibt kanalisierte Pelletöfen, die Warmluft auch in andere Räume leiten, sowie wasserführende Pelletöfen, die in ein Heizsystem eingebunden werden können. Diese Lösungen sind komplexer, aber auch vielseitiger als ein einzelner elektrischer Heizkörper.
Nachteile von Pelletöfen
1. Aufwendigere Installation
Einen Pelletofen schließt du nicht einfach an eine Steckdose an. Er benötigt einen geeigneten Rauchabzug, die Einhaltung der geltenden Vorschriften, eine korrekte Luftzufuhr und einen passenden Aufstellort. Deshalb ist die Installation durch Fachpersonal wichtig.
2. Höhere Anfangsinvestition
Im Vergleich zu einer Infrarotheizung erfordert ein Pelletofen in der Regel eine höhere Anfangsinvestition. Du musst den Preis des Geräts, die Installation, eventuelles Zubehör, den Schornsteinanschluss oder die Anpassung eines bestehenden Rauchabzugs berücksichtigen.
3. Regelmäßige Wartung
Pelletverbrennung erzeugt Rückstände. Deshalb musst du Brennschale, Sichtscheibe, Aschekasten und Rauchgaswege gemäß Herstellerangaben reinigen. Zusätzlich ist eine regelmäßige technische Wartung notwendig, um Sicherheit, Wirkungsgrad und Lebensdauer des Ofens zu erhalten.
4. Platz für Pelletlagerung erforderlich
Pellets müssen gekauft, transportiert und trocken gelagert werden. Wenn du in einer kleinen Wohnung lebst oder keinen Abstellraum, Keller, Schuppen oder eine Garage hast, kann die Lagerung der Säcke unpraktisch werden.
5. Geräusche durch Gebläse
Einige Pelletöfen nutzen Ventilatoren, um die Wärme im Raum zu verteilen. Bei solchen Modellen kann während des Betriebs ein Geräusch wahrnehmbar sein. Das ist nicht unbedingt problematisch, sollte aber bedacht werden, wenn du den Ofen im Schlafzimmer, Arbeitszimmer oder in besonders ruhigen Räumen einsetzen möchtest.
Kosten und Verbrauch: Was ist günstiger?
Darauf gibt es keine pauschale Antwort. Der Vergleich zwischen Infrarotheizung und Pelletofen hängt vor allem von drei Faktoren ab:
- wie lange du das Heizsystem täglich nutzt;
- wie viele Quadratmeter du beheizen möchtest;
- wie gut die Räume gedämmt sind.
Verbrauch von Infrarotheizungen
Eine Infrarotheizung verbraucht Strom entsprechend ihrer Leistung. Ein Paneel mit 600 Watt benötigt zum Beispiel 0,6 kWh pro Stunde Dauerbetrieb. Ein Modell mit 1000 Watt benötigt 1 kWh pro Stunde. Die tatsächlichen Kosten hängen vom Strompreis deines Anbieters ab.
Der Vorteil besteht darin, dass du die Heizung nur dann und dort einschalten kannst, wo du Wärme brauchst. Wenn du sie wenige Stunden am Tag in einem bestimmten Raum nutzt, kann das sinnvoll sein. Wenn du damit jedoch viele Stunden lang das ganze Haus beheizen möchtest, solltest du die Stromkosten genau kalkulieren.
Verbrauch von Pelletöfen
Ein Pelletofen verbraucht Pellets je nach eingestellter Leistung, Wirkungsgrad, gewünschter Temperatur und Dämmqualität des Gebäudes. Er benötigt auch eine geringe Menge Strom für interne Komponenten, die Wärme stammt jedoch hauptsächlich aus der Verbrennung der Pellets.
Das kann interessant sein, wenn du Räume viele Stunden am Tag beheizen möchtest. Gleichzeitig musst du den Pelletpreis, die Brennstoffqualität, die Wartung, den Wirkungsgrad des Geräts und die Anfangsinvestition berücksichtigen.
Entscheidend sind die Gesamtkosten, nicht nur der Kaufpreis
Ein häufiger Fehler besteht darin, nur den Anschaffungspreis zu vergleichen. Ein Infrarotpaneel ist günstiger, kann aber bei intensiver Nutzung höhere Stromkosten verursachen. Ein Pelletofen kostet am Anfang mehr, kann aber für längere Heizzeiten besser geeignet sein.
Die richtige Frage lautet also nicht nur „Was ist billiger?“, sondern: Welche Lösung passt besser zu meinem Alltag und meiner Wohnsituation?
Installation und Wartung: zwei unterschiedliche Ansätze
Infrarotheizungen: einfach und flexibel
Infrarotheizungen sind geeignet, wenn du eine schnelle, modulare und wenig invasive Lösung suchst. Du kannst sie im Badezimmer, Schlafzimmer, Wohnzimmer, Arbeitszimmer, in der Garage oder im Ferienhaus einsetzen. Manche Modelle sind mobil, andere werden an Wand oder Decke montiert.
Die Wartung ist gering: keine Rauchgase, keine Asche, keine Verbrennung und keine komplexen mechanischen Teile. Trotzdem solltest du sichere Produkte mit geeigneten Schutzfunktionen, korrekter Kennzeichnung und klaren Gebrauchsanweisungen wählen.
Pelletöfen: mehr Aufwand, aber mehr Heizstruktur
Pelletöfen erfordern eine genauere Planung. Du musst prüfen, wo der Ofen stehen soll, wie der Rauchabzug realisiert wird, wo du die Pellets lagerst und wie du die Wartung organisierst. Dafür erhältst du ein stärkeres System für kontinuierliches Heizen.
Diese Lösung eignet sich eher, wenn du nicht nur gelegentlich zusätzliche Wärme suchst, sondern eine wichtige Heizquelle für dein Zuhause oder einen großen Wohnbereich benötigst.
Wohnkomfort: direkte Wärme oder verteilte Wärme?
Auch das Wärmegefühl ist unterschiedlich.
Bei Infrarot spürst du eine direktere, punktuellere und schnellere Wärme. Das ist angenehm, wenn du dich im Strahlungsbereich des Paneels befindest, zum Beispiel am Schreibtisch, nach dem Duschen im Badezimmer oder auf dem Sofa.
Beim Pelletofen ist die Wärme meist umfassender und stärker im Raum verteilt, insbesondere bei ventilierenden oder kanalisierten Modellen. Der Raum braucht etwas länger, um die gewünschte Temperatur zu erreichen, der Komfort kann dafür über viele Stunden stabiler sein.
Wenn du im Winter ein dauerhaft warmes Zuhause möchtest, kann ein Pelletofen ein traditionelleres Wärmegefühl bieten. Wenn du dagegen nur bestimmte Bereiche zu bestimmten Zeiten beheizen möchtest, kann Infrarot praktischer sein.
Wann du eine Infrarotheizung wählen solltest
Eine Infrarotheizung kann die richtige Wahl sein, wenn:
- du eine einfache und schnell installierbare Lösung möchtest;
- du einen kleinen Raum oder eine bestimmte Zone beheizen willst;
- du eine Zusatzheizung und nicht unbedingt eine Hauptheizung suchst;
- du keinen Schornstein hast oder keinen Pelletofen installieren kannst;
- du in einem gut gedämmten Haus wohnst;
- du eine Photovoltaikanlage oder einen günstigen Stromtarif hast;
- du Verbrennung, Asche und komplexe Wartung vermeiden möchtest;
- du eine dezente, minimalistische oder dekorative Lösung suchst.
Besonders interessant ist Infrarot für Badezimmer, Arbeitszimmer, selten genutzte Schlafzimmer, Ferienhäuser, kleine Büros, temporär genutzte Räume, Arbeitsplätze und Bereiche, in denen du schnelle Wärme möchtest, ohne das ganze Gebäude aufzuheizen.
Wann du einen Pelletofen wählen solltest
Ein Pelletofen kann besser geeignet sein, wenn:
- du mittelgroße bis große Räume beheizen möchtest;
- du die Heizung viele Stunden am Tag nutzt;
- du eine kontinuierlichere Wärmequelle suchst;
- du Platz für Installation, Rauchabzug und Pelletlagerung hast;
- du bereit bist, Reinigung und Wartung zu übernehmen;
- du deine Abhängigkeit vom reinen Stromheizen reduzieren möchtest;
- du die sichtbare Flamme und Ofenatmosphäre magst;
- du auch kanalisierte oder wasserführende Modelle prüfen möchtest.
Ein Pelletofen kann eine gute Lösung für Wohnbereiche, Einfamilienhäuser, Häuser in kalten Regionen, Hobbyräume, offene Grundrisse, Landhäuser und Situationen sein, in denen ein leistungsstärkeres und strukturierteres Heizsystem benötigt wird.
Praktische Beispiele: Welche Lösung passt zu welcher Situation?
Kleines Badezimmer
In einem kleinen Badezimmer kann ein Infrarotpaneel oder eine Spiegelheizung sehr praktisch sein. Du beheizt den Bereich nur dann, wenn du Wärme brauchst, ohne ein aufwendigeres System zu aktivieren.
Großer Wohnbereich
In einem großen Wohnzimmer oder offenen Wohnbereich kann ein Pelletofen für eine längere Nutzung besser geeignet sein. Infrarot kann ebenfalls funktionieren, würde aber vermutlich mehrere Paneele und eine genaue Leistungsberechnung erfordern.
Homeoffice oder Arbeitszimmer
Wenn du von zu Hause aus in einem bestimmten Raum arbeitest, kann eine Infrarotheizung bequem sein, weil sie deinen Arbeitsplatz wärmt, ohne die Temperatur im ganzen Haus erhöhen zu müssen.
Ferienhaus
In einem gelegentlich genutzten Ferienhaus ist Infrarot einfach und sofort verfügbar. Liegt das Haus jedoch in den Bergen oder wird es im Winter längere Zeit genutzt, kann ein Pelletofen mehr Autonomie und Komfort bieten.
Hauptwohnsitz in kalter Region
Wenn du in einer Region mit strengen Wintern wohnst und viele Stunden am Tag heizen musst, kann ein Pelletofen als Haupt- oder wichtige Zusatzheizung besser passen. Infrarot bleibt dennoch nützlich für bestimmte Räume oder als Unterstützung.
Nachhaltigkeit: Infrarot oder Pellet?
Auch aus ökologischer Sicht gibt es keine absolute Antwort.
Infrarotheizungen erzeugen keine direkten Emissionen im Wohnraum. Ihre Nachhaltigkeit hängt jedoch davon ab, wie der Strom erzeugt wird, den du verbrauchst. Stammt der Strom aus erneuerbaren Quellen oder aus deiner eigenen Photovoltaikanlage, kann sich die Umweltbilanz deutlich verbessern.
Pelletöfen nutzen einen Holzbrennstoff, der häufig interessant ist, weil er aus Reststoffen der Holzverarbeitung hergestellt wird. Trotzdem handelt es sich um eine Verbrennung: Es entstehen Rauchgase, Feinstaub und Rückstände, die durch effiziente Geräte, korrekte Installation, hochwertige Pellets und regelmäßige Wartung reduziert und kontrolliert werden müssen.
Praktisch gesehen ist die nachhaltigste Lösung diejenige, die richtig dimensioniert, sinnvoll genutzt und in ein möglichst gut gedämmtes Gebäude integriert wird.
Fazit: Infrarotheizung oder Pelletofen?
Infrarotheizungen sind ideal, wenn du Einfachheit, schnelle Installation, geringe Anschaffungskosten, minimale Wartung und punktuelle Wärme suchst. Sie eignen sich besonders für kleine Räume, Badezimmer, Büros, als Ergänzung zu einem bestehenden Heizsystem und für Situationen, in denen du nur bei Bedarf heizen möchtest.
Pelletöfen sind besser geeignet, wenn du größere Räume über viele Stunden hinweg beheizen möchtest und eine kontinuierlichere Wärmequelle suchst. Sie benötigen mehr Platz, mehr Wartung und eine höhere Anfangsinvestition, können aber einen wichtigen Beitrag zum winterlichen Wohnkomfort leisten.
Es gibt keinen universellen Gewinner. Wenn du in einem gut gedämmten Haus wohnst und bestimmte Bereiche beheizen möchtest, kann Infrarot eine intelligente Wahl sein. Wenn du dagegen einen größeren Wohnbereich dauerhaft warm halten willst, kann ein Pelletofen besser zu deinen Anforderungen passen.
Die beste Entscheidung entsteht aus einer konkreten Bewertung: Quadratmeterzahl, Dämmung, Nutzungsdauer, Budget, Energiepreise, Installationsmöglichkeiten und die Wartung, die du bereit bist zu übernehmen.
Häufige Fragen zu Infrarotheizungen und Pelletöfen
Verbraucht eine Infrarotheizung viel Strom?
Das hängt von der Leistung und der Nutzungsdauer ab. Ein Paneel mit 600 Watt verbraucht 0,6 kWh pro Stunde Dauerbetrieb. Für punktuelle und zeitlich begrenzte Nutzung kann das sinnvoll sein, für das dauerhafte Beheizen eines ganzen Hauses weniger.
Kann ein Pelletofen eine klassische Heizung ersetzen?
In manchen Fällen ja, vor allem wenn er richtig dimensioniert und fachgerecht installiert ist. Kanalisierte oder wasserführende Modelle können auch mehrere Räume unterstützen. Eine technische Bewertung des Gebäudes bleibt jedoch wichtig.
Was ist besser für ein kleines Haus: Infrarot oder Pellet?
Wenn das Haus gut gedämmt ist und die Räume klein sind, kann Infrarot sehr praktisch sein. Wird das Haus jedoch den ganzen Winter über bewohnt und viele Stunden täglich beheizt, kann auch ein kleiner Pelletofen eine sinnvolle Option sein.
Was ist besser für das Badezimmer?
Für das Badezimmer ist Infrarot oft praktischer, zum Beispiel als Paneel, Spiegelheizung oder kleiner spezieller Heizkörper. Es wird nur bei Bedarf eingeschaltet und benötigt weder Brennstoff noch Rauchabzug.
Brauchen Pelletöfen Strom?
Ja. Auch wenn die Wärme aus der Pelletverbrennung stammt, benötigt der Ofen Strom für Zündung, Steuerung, Förderschnecke und Gebläse.
Sind Infrarotheizungen als einzige Wärmequelle geeignet?
Das kann in gut gedämmten Räumen und bei korrekter Leistungsdimensionierung möglich sein. In großen, kalten oder schlecht isolierten Häusern sind sie häufig eher als Zusatz- oder Zonenheizung geeignet.
Benötigt ein Pelletofen viel Wartung?
Er benötigt mehr Wartung als eine Infrarotheizung. Brennschale, Sichtscheibe und Aschekasten müssen regelmäßig gereinigt werden. Zusätzlich solltest du die vorgesehene technische Wartung einplanen.
Welche Lösung ist günstiger?
Das hängt von der Nutzung ab. Infrarot ist günstiger in der Anschaffung und einfach zu installieren, verbraucht aber Strom. Pellet erfordert eine höhere Anfangsinvestition, kann aber für längere Heizzeiten interessant sein. Der Vergleich sollte immer über die Gesamtkosten erfolgen.
