Die benötigte Wattzahl für Ihre Infrarotheizung hängt nicht nur von der Raumgröße ab. Auch Dämmung, Fenster, Außenwände, Raumhöhe, Außentemperatur und gewünschte Innentemperatur spielen eine wichtige Rolle. Pauschale Regeln wie 60 Watt pro Quadratmeter sind nur grobe Richtwerte. Für eine verlässliche Auslegung ist eine Heizlastberechnung geeigneter.
In unserem Ratgeber stellen wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten vor, die richtige Infrarotheizung, die Ihren individuellen Anforderungen entspricht, zu finden und insbesondere diese Fragen klären:
- Wie viel Watt pro Quadratmeter allgemein bei Infrarot?
- Was beeinflusst den Wärmebedarf in Quadratmeter?
- Wie lässt sich der Wärmebedarf pro m² berechnen?
- Empfehlungen für das Heizen in Bezug auf den Stromverbrauch der Infrarotheizungen
Infrarotheizung: Wie viel Watt pro m²?
Infrarotheizungen sind elektrische Direktheizungen. Welche Größe und Heizleistung benötigt wird, hängt von Raumgröße, Dämmung, Fenstern, Türen, Außenwänden, Bodenaufbau und Nutzung ab. Eine pauschale Einstufung als energieeffizient ist nicht sinnvoll, da Stromverbrauch und Vergleichssystem berücksichtigt werden müssen.
Um zu berechnen, wieviel Watt pro m² benötigt werden, ist es wichtig alle genannten Faktoren zu berücksichtigen. Stellen Sie sich zudem die Frage: Welche Art von Gebäude möchten Sie beheizen? Handelt es sich um einen historischen Altbau, ein Gebäude, das modernisiert wird oder einen brandneuen Neubau? Die Beantwortung dieser Frage ist ein wichtiger Faktor zur Berechnung der benötigten Leistung einer Infrarotheizung. Jede Art von Gebäude hat andere Anforderungen.
Was beeinflusst den Bedarf pro Quadratmeter?
Es gibt unzählige Faktoren, die die Heizleistung und die finale Wärmebildung in Räumen bestimmen, die mit einer Infrarotheizung beheizt werden. Zu den wichtigsten Faktoren zählen:
- Wie groß ist der Raum?
- Wie viele Außenwände sind vorhanden (je mehr, desto mehr Watt benötigt man)?
- Wo steht die Immobilie?
- Wie alt ist die Immobilie?
- Wie ist die Beschaffenheit der Fenster (Puffer)?
- Gibt es Feuchtigkeit im Raum?
- Wie ist die Beschaffenheit der Außenwände (Dämmung)?
- Wie viele Personen halten sich im zu beheizenden Zimmer auf?
- Wo soll die Infrarotheizung montiert werden (Wand bzw. Decke)?
- Wie ist es um das individuelle Heizverhalten bestellt?
- Als was soll die Infrarotheizung eingesetzt werden? (Voll- oder Zusatzheizung = Dimensionierung)
- Welches Zimmer soll mit der Heizung beheizt werden?
- Können mehrere Infrarotheizungen für eine bessere Verteilung sinnvoll sein?
- Wie oft wird der Raum am Tag genutzt?
Für eine belastbare Auslegung reicht die Quadratmeterzahl allein nicht aus. Das Raumvolumen, die Gebäudehülle und die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen sind wichtige Faktoren. Ecken und Winkel beeinflussen vor allem die Strahlungsverteilung, nicht direkt die Heizlast.
Eine genaue Heizlastberechnung kann helfen, Leistung und Anzahl der Geräte passend auszulegen. Pauschale Durchschnittslösungen sind nur als grobe Orientierung geeignet.
Wie berechnet man den Wärmebedarf pro m² bei einer Elektroheizung?

Für eine grobe Einschätzung werden häufig Werte von 60 bis 100 Watt pro m² genannt. Diese gelten jedoch nur unter bestimmten Annahmen und ersetzen keine individuelle Berechnung.
Für eine überschlägige Berechnung kann die Raumfläche mit einem Richtwert multipliziert werden. Das Ergebnis ist nur eine Orientierung für die mögliche Leistungsaufnahme.
Bei einer beispielhaften Raumgröße von 20 Quadratmetern und einem Richtwert von 80 Watt pro Quadratmeter ergibt sich eine Leistung von 1600 Watt. Ob diese Leistung tatsächlich ausreicht, hängt von den Raumbedingungen ab. Bei voller Leistung entstehen entsprechend hohe Stromkosten.
>> Die besten Infrarotheizungen mit 1000 Watt im Test und die besten Infrarotheizungen mit 800 Watt im Test
Benötigte Heizlast in Watt pro m² Wohnfläche bei einer Außenwand
- 300 W bis 7 m²
- 400 W bis 11 m²
- 500 W bis 15 m²
- 600 W bis 17 m²
- 700 W bis 19 m²
- 800 W bis 21 m²
- 900 W bis 22 m²
Benötigte Heizleistung in Watt pro m² Wohnfläche bei zwei Außenwänden
- 300 W bis 6 m²
- 400 W bis 10 m²
- 500 W bis 11 m²
- 600 W bis 15 m²
- 700 W bis 17 m²
- 800 W bis 18 m²
- 900 W bis 20 m²
Benötigte Heizlast in Watt pro m² Wohnfläche bei drei Außenwänden
- 300 W bis 5 m²
- 400 W bis 8 m²
- 500 W bis 10 m²
- 600 W bis 12 m²
- 700 W bis 14 m²
- 800 W bis 17 m²
- 900 W bis 19 m²
Benötigte Heizleistung in Watt pro m² Wohnfläche bei vier Außenwänden
- 300 W bis 4 m²
- 400 W bis 6 m²
- 500 W bis 8 m²
- 600 W bis 10 m²
- 700 W bis 12 m²
- 800 W bis 15 m²
- 900 W bis 16 m²
Die folgenden Werte sind nur grobe Richtlinien. Die zugrunde gelegten U-Werte, Außentemperaturen und Solltemperaturen müssen zum jeweiligen Gebäude passen. Ohne nachvollziehbare Berechnungsgrundlage sollten diese Angaben nicht als feste Auslegung verwendet werden.
>> Hier geht es zum Beitrag: Welche Infrarotheizung für 30 qm?
Empfehlungen für das Heizen mit Infrarotheizungen in Bezug auf den Stromverbrauch

Wenn der Heizbedarf eines Raumes bei etwa 900 Watt liegt, können ein einzelnes Gerät oder mehrere kleinere Paneele eingesetzt werden. Mehrere Heizflächen können die Strahlung auf verschiedene Bereiche verteilen. Die Gesamtleistung bleibt jedoch entscheidend.
Zwei kleinere Heizkörper erzeugen bei gleicher Gesamtleistung nicht automatisch mehr Wärme als ein einzelnes größeres Gerät. Vorteile können sich bei Positionierung und Verteilung ergeben. Der Stromverbrauch hängt weiterhin von Gesamtleistung und Laufzeit ab.
Höhere Anschaffungskosten für Infrarotheizungen werden nicht automatisch durch niedrigere Energiekosten ausgeglichen. Zwei kleinere Geräte verbrauchen bei gleicher Gesamtleistung und Laufzeit ähnlich viel Strom wie ein größeres. Ein Thermostat kann unnötige Laufzeiten begrenzen, reduziert den Verbrauch aber nicht unabhängig vom Heizbedarf. Weitere Informationen finden Sie im Ratgeber zu Infrarotheizungen mit Thermostat.
Bitte beachten Sie, dass nicht nur die Größe der Wohnung und der individuelle Heizbedarf eine wichtige Rolle in der Berechnung der richtigen Größe spielt, sondern auch Abweichungen von Hersteller zu Hersteller und von Modell zu Modell auftreten können.
Ebenso sollte die Art, Material und die Oberflächentemperatur der Infrarotheizung Einfluss auf Ihre Auswahl nehmen.
Fazit: Infrarotheizung ideale Größe ermitteln
Ein Altbau hat in der Regel andere Anforderungen als ein Neubau oder ein Gebäude, das modernisiert wird. Auch die Lage des Raumes, ob er nach Norden oder Süden ausgerichtet ist, ob er viel oder wenig Tageslicht bekommt, ob er viele Fenster oder Türen hat; all diese Faktoren spielen eine wichtige Rolle in der Wahl der richtigen Infrarotheizung Elektroheizung.
Für eine genauere Auslegung sollten Raumvolumen, Dämmung, Fensterflächen, Außenwände, Solltemperatur und Außentemperatur berücksichtigt werden. Eine Heizlastberechnung liefert belastbarere Ergebnisse als eine reine Watt-pro-Quadratmeter-Regel.
Infrarotheizungen erwärmen zunächst Personen und Oberflächen im bestrahlten Bereich. Diese geben anschließend Wärme an die Raumluft ab. Wie schnell und gleichmäßig sich der Raum erwärmt, hängt von Leistung, Positionierung, Raumgeometrie und Dämmung ab.
